Gebrauchtwagenhändler als Traumberuf?

Heutzutage ist es ganz einfach einen Gebrauchtwagen- oder Autohandel zu gründen und sich damit den Traum der Selbstständigkeit zu erfüllen. Vorab sollten Sie allerdings einige Dinge genau planen und auch nachrechnen, ob sich dieser Schritt wirklich rentiert. Ihre laufenden Kosten können Sie nämlich nur dann decken, wenn der Verkauf ausreichend Gewinn bringt. 

Schließlich möchten Sie damit in Zukunft Ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Die wichtigsten Punkte neben dem Fuhrpark sind sicherlich die Kosten für:

  • Personal
  • Versicherungen
  • Mietkosten für eine Lagerhalle
  • Kosten für die Werbung und der
  • Steuerberater

Wichtig ist der Standort

Genauso wichtig wie auch für den Autoankauf Nürnberg ist der richtige Standort für Ihren Gebrauchtwagenhandel. Hier sollten Sie sich vorab die Konkurrenz in Ihrer nächsten Umgebung anschauen. Aber auch das Internet gehört heute zu einer wichtigen Handelsplattform. Viele Käufe und Verkäufe werden heute komplett über das Internet abgewickelt. Sie sollten sich überlegen, wie Sie die beiden Vertriebswege unter einen Hut bringen können. Für den Anfang eignen sich sicherlich diverse Autobörsen, in denen Sie Ihre Angebote einstellen können. Somit sprechen Sie eine große Käufergemeinde an und können deutschlandweit handeln. 

 

Trotzdem bleibt Ihr Standort die wichtigste Entscheidung. Sie können noch so ein guter Verkäufer mit den besten Angeboten sein. Es nutzt Ihnen nichts wenn die potentiellen Käufer Sie nicht finden können. Existenzgründer machen meist den Fehler und eröffnen Ihren Handel in einer Gegend, wo es noch keine Autos zu kaufen gibt. Das ist ein fataler Fehler. Dort wo es viele Mitbewerber gibt, werden nämlich die meisten Autos verkauft. Viele Kunden suchen sich für den Autokauf Gebiete, in denen sie gleich mehrere Händler und deren Angebote miteinander vergleichen können. Ist der Kunde einmal in Ihrer Nähe, können Sie mit einer guten Strategie und einem professionellen Auftreten aus einem Interessenten einen Käufer machen. 

 

Rechtlich ist es recht simpel einen Autohandel zu eröffnen. Sie benötigen lediglich einen Gewerbeschein, den Sie beim zuständigen Gewerbeamt beantragen können und wenden sich danach an das Finanzamt und die IHK. Vom Tag der Eröffnung erwartet Ihr Finanzamt eine ordentliche Steuererklärung, womit wir auch schon beim nächsten Punkt sind.

Die Steuerfragen

Natürlich müssen Sie all Ihre Einkünfte aus Ihrem Autohandel versteuern. Wesentliche Punkte sind Ihre Einkommenssteuer und die Gewerbesteuer. Aber auch die Umsatzsteuer ist ein Punkt, mit dem Sie sich rechtzeitig und eingehend befassen sollten. Bei einem An- und Verkauf können unterschiedliche Steuerregelungen greifen, die Sie unbedingt beachten sollten. Zudem möchten Sie ja auch kein Geld dem Finanzamt schenken. Genauso wichtig ist es aber auch, dass Sie nicht plötzlich und unerwartet eine hohe Steuerforderung vom Finanzamt erhalten. Das trifft natürlich nur auf Sie zu, wenn Sie auch wirklich Gewinne erwirtschaften. Denn Steuern zahlen Sie nur, wenn Sie auch wirklich Geld verdienen. Der beste Weg ist hier der Gang zum Steuerberater, der Sie ausführlich beraten und betreuen kann. 

Was ist mit der Krankenversicherung?

Sollten Sie den Schritt gewagt haben und sind nun selbstständiger Autohändler, sind Sie nicht mehr über die gesetzliche Krankenversicherung versichert. Dort müssen Sie einen Antrag auf Befreiung stellen. Eine Private Krankenversicherung ist hier oft die günstigste Alternative, da die Beiträge der Versicherung nicht vom Einkommen abhängig sind. Bleiben Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung, werden Ihre Beiträge jedes Jahr neu festgesetzt. Achten Sie bei Abschluss der Versicherung auch darauf, dass Krankentagegeld mit einbezogen wird. Nach einer längeren Krankheit ist der Verdienstausfall ohne entsprechende Rücklagen oft nicht so einfach zu überbrücken. Denn Ihr Geschäft bleibt in diesem Fall geschlossen und Sie können keine Autos verkaufen.